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Riskanter Alkoholkonsum in Verbindung mit hohen psychosozialen Belastungen

16.04.2018

Die meisten Jugendlichen, die vom HaLT Projekt beraten werden, weisen keine besonderen Auffälligkeiten auf. Sie zählen zu der Gruppe der Spaßtrinkenden, die teilweise aus Unerfahrenheit die Wirkung von Alkohol unterschätzt haben. Zwischen 13% und 30% weisen den Untersuchungen von HaLT zu Folge aber besondere psychosoziale Belastungen auf.

Jugendliche mit Alkoholintoxikationen haben signifikant häufiger Schulprobleme, erleben häufiger Gewalt oder verbale Demütigungen zu Hause, neigen selbst eher zu Gewaltverhalten und sind ca. dreimal- mal häufiger Cannabiskonsumenten als die durchschnittliche Altersgruppe. (Quelle: HaLT Handbuch 2017)

Im Alkoholspiegel vom Dezember 2017 der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung finden sich vergleichbare Aussagen. Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die riskant Alkohol konsumieren, sind sehr viel häufiger auch Raucher und Cannabiskonsumenten, als moderat Trinkende oder Menschen, die keinen Alkohol trinken. Die Raucherqoute liegt z.B. bei 16-17 Jährigen bei Nicht- Alkohol- Trinkenden bei 3,7%, bei moderat Trinkenden bei 14,6% und bei riskant Trinkenden bei 34,8%. Während Alkohol- Abstinente in dieser Altersgruppe praktisch auch Cannabis-Abstinenz zeigen, liegt der Anteil der Kiffer unter den riskant Trinkenden bei ca. 13% in dieser Altersgruppe. www.bzga.de/presse/publikationen/ Es erscheint also sinnvoll, früh den Fokus auf riskant trinkende Jugendliche zu richten und bei einer Intervention zum Alkoholkonsum auch andere Themen einzubeziehen.